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Eros und Thanatos als Triebkräfte des Denkens

Zur Steigerung von Lebens- und Todeskräften im Zivilisationsprozess – mit besonderem klinischen Bezug auf die Thematik des Hasses

Hans-Peter Waldhoff (Zürich / Hannover), Referent
Roni Weissberg (Zürich), Korreferent

Samstag, den 03. November 2018,14.00h bis 17.15h
ln den Räumen der Stiftung für Psychotherapie und Psychoanalyse, Ausstellungsstr. 25, 8005 Zürich

Hans-Peter Waldhoff ist apl. Professor für Soziologie und Sozialpsychologie sowie Gruppenanalytiker (SGAZ) und gruppenanalytischer Supervisor. Sein Forschungsschwerpunkt ist u.a. Zivilisationstheorie. Er plant eine von Erläuterungen eingerahmte Lesung von Abschnitten aus seinem Buch, Eros und Thanatos als Triebkräfte des Denkens"(Velbrück Wissenschaft 2017). In modernen Gesellschaften neigen die Menschen zur Verleugnung sowohl ihrer Zerstörungslust als auch ihrer eigenen Vergänglichkeit. Das solcherart Verdrängte, so die These, kehrt in Form einer starken, unbewusst abtötenden Tendenz wieder. Im Mittelpunkt des Vortrags steht der Versuch, sein an Georges Devereux und Hannah Arendt anknüpfendes Konzept und Leitmotiv des „Abtötenden Denkens" und der korrespondierenden politischen, wissenschaftlichen und persönlichen Handlungsformen mittels einer Reihe von Variationen mit Leben zu füllen.

Roni Weissberg hat klinische soziale Arbeit an der Hebräischen Universität in Jerusalem und Ethnopsychoanalyse und klinische Psychologie an der Universität Zürich studiert. Er arbeitet als Psychoanalytiker und Supervisor in eigener Praxis in Zürich und leitet u.a. einen Ausbildungszyklus zur Klinischen Arbeit mit Konzepten von Jaques Lacan mit Analytikerlnnen aus Paris, Berlin und Zürich. Wir sind sehr gespannt auf Roni Weissbergs Erwiderung der im ersten Vortrag gehörten Thesen und insbesondere auf seine Auseinandersetzung mit der Thematik des Hasses in der klinischen Praxis, worauf er den Schwerpunkt in seinem Vortrag legen wird.

Anschliessend Diskussion. In der Pause Apéro.
Eintritt frei
Marie-Luise lmholz

Workshop Heidelberg: Gruppenanalyse mit Kindern und Jugendlichen

Die Gruppenanalyse hat sich in der Kinder- und Jugendlichen-Gruppentherapie zu einer wirksamen und anerkannten Methode entwickelt. Der jährlich stattfindende Workshop hat im deutschsprachigen Raum wesentlich zu dieser Entwicklung beigetragen.

Der kasuistische Workshop bietet die Möglichkeit zur gruppenanalytischen Reflexion der Leitung von Kindergruppen in verschiedenen Kontexten. Supervision und Austausch mit Kollegen ergänzen sich. Schwerpunkte im diesjährigen Workshop werden der pädagogische Kontext und die Arbeit mit Flüchtlingsfamilien sein. Es geht dabei nicht um die Darstellung geschlossener Konzepte, sondern vor allem darum, die Alltagspraxis der Gruppenleitung unter gruppenanalytischen Gesichtspunkten zu betrachten und Kollegen für die gruppenanalytische Praxis mit Kindern und Jugendlichen zu motivieren.


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