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3. Vortrag zu Gruppenanalytischen Themen, Rämistrasse 5, 8001 Zürich

Intimität und soziales Leid in einer globalisierten Welt

Elisabeth Rohr

Freitag, 30. Januar 2015, 20.30 Uhr, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, Einritt CHF 20.00

Mit diesem Titel bezieht sich Elisabeth Rohr auf ein von Alfred Lorenzer veröffentlichtes Werk, das am Ende mit den Worten schließt:  „Die Psychoanalyse … bringt zu Bewusstsein, was keiner anderen Wissenschaft in dieser Schärfe bewusst zu machen gelingt: soziales Leid, das den Menschen angetan wurde und das sie selbst nicht mehr auszusprechen vermögen, weil die Verhältnisse sie sprachlos gemacht haben; weil sie ihr Unglück, ihr Elend die gesellschaftlich hergestellt sind, nur noch erleiden, jedoch nicht mehr erkennen können.“  Es kommt nicht nur darauf an „die Realität, in welcher der Patient lebt, ernst zu nehmen, sondern auch und gleichermaßen seine Phantasien – jene Phantasien, in die der Einspruch gegen die Ordnung der Herrschaft sich zurückgezogen hat“ (1984:214).

In ihrem Vortrag möchte Elisabeth Rohr nun zeigen und an Hand eines ethnopsychoanalytischen Fallbeispiels aus Ecuador erläutern, dass dies auch für die Gruppenanalyse gilt, eines therapeutischen Verfahrens , dass weithin als eine der wichtigsten Weiterentwicklungen der traditionellen Psychoanalyse gilt. Dabei geht es vor allem darum, zu verdeutlichen, dass die Gruppenanalyse ein valides Instrument zur Erforschung  des "sozialen Unbewussten" ist – sei es im therapeutischen, supervisorischen oder auch im gesellschaftlichen Kontext. Neuere gruppenanalytische Erkenntnisse und theoretische Konzepte liefern dabei spannende Anregungen, um sowohl gruppendynamische (therapeutische wie supervisorische Prozesse) wie auch die Folgen weitreichender gesellschaftlicher Globalisierungstendenzen  (u.a. Migration) zu verstehen und theoretisch zu begreifen.

Elisabeth Rohr, Professorin für interkulturelle Erziehung an der Philipps-Universität Marburg.

Gruppenanalytikerin und Gruppenanalytische Supervisorin (IGA Heidelberg, GASI London, IAGP, DGSv). U.a. Koordinatiorin einer gruppentherapeutischen Weiterbildung in Ramallah/Westbank (IAGP), Leiterin einer Supervisonsausbildung in Guatemala (seit 2005) und Chair des Scientific Programming Committees (IAGP) für Rovinj/Kroatien (Intern. Kongress 2015).

Kasuistisches Seminar

Samstag, 31. Januar 2015 von 9.30 bis 12.45 Uhr

  • Das Kasuistische Seminar wird in diesem Jahr geschlossen geführt.
  • Teilnehmerzahl beschränkt (max. 15) – ausgebucht!
  • ganze Tagung CHF 100.00
  • Auskunft: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Herbstvortrag 27./28. September 2013

Rolf Haubl, Frankfurt a.M.

Vortrag am Freitag:  
Vertrauen riskieren.
Die Bedeutung von Vertauen und Misstrauen in Organisationen.

Kasuistisches Seminar am Samstag

Der Umgang mit regressiven Prozessen in Gruppen

Einzelvortrag & Klinisches Seminar

Dieter Nitzgen, Müllheim:
Der Umgang mit regressiven Prozessen in Gruppen

Einzelvortrag

Freitag, den 28. September 2012, um 20.30 Uhr
im Zentrum für Gruppenanalyse an der Rämistrasse 5, 8001 Zürich
Eintritt: CHF 20.–

In nicht strukturierten Gruppensituationen, tritt nach der Beobachtung des amerikanischen Psychoanalytikers O.F. Kernberg „eine Aktivierung primitiver emotionaler Prozesse auf“. Das ist so, weil Kernberg zufolge die Regression in Gruppensituationen „sehr schnell“ verläuft und daher „unmittelbar zu Abwehroperationen und Objektbeziehungen“ einer frühen, archaischen Ebene der Persönlichkeits- und Gefühlsentwicklung führt. Solche regressiven Prozesse treten nicht nur in therapeutischen Gruppen, sondern auch in Arbeitsgruppen und Teams auf und blockieren in beiden Fälle nur allzuoft deren Arbeitsfähigkeit.

Welche Möglichkeiten des Umgangs damit gibt es? Wie kann der/die Gruppenleiter/in hier wirksam intervenieren? Und welche Möglichkeiten der Intervention gibt es diesbezüglich überhaupt? Dem soll im folgendem aus der Sicht der Gruppenanalyse von S.H. Foulkes nachgefragt werden.

Dieter Nitzgen, M.A., Studium Philosophie, Literaturwissenschaften und Psychologie, Gruppenanalytiker und gruppenanalytischer Supervisor/Organisationsberater (D3G), Gruppenlehranalytiker (IGA), Psychoanalytiker (AFP). Ordentliches Mitglied der Group Analytic Society, London. Seit 1986 in der Suchtrehabilitation tätig. Niedergelassen in privater psychoanalytischer und gruppenanalytischer Praxis. Klinische Interessen: Verständnis und Behandlung von Suchterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen; traumaspezifische Prozesse in Individuen, Gruppen und Organisationen sowie die intergenerationale Transmission von Traumata. Veröffentlichungen zur Theorie und Praxis der Gruppenanalyse sowie zu Fragestellungen der lacanianischen Psychoanalyse.

Klinisches Seminar mit dem Referenten

für Mitglieder der GRUPPE BELLVUE
Samstag, 29. September 2012, von 9.30 –11.00 Uhr

Die Dyade und die Gruppe

Kurs 3, Psychoanalytisches Seminar Zürich, PSZ

Leitung: Sonja Wuhrmann

Wie beeinflusst die Gruppe das Individuum, wenn wir davon ausgehen, dass das Individuum aus der Gruppe hervorgeht, wie auch die Gruppe selbst ohne Individuen nicht existiert.

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Neugier und Angst in der Begegnung mit den Andern

Tagung

EFPP Gruppensektion
Deutsche Schweiz und
ARPAG (Association Romande pour la Psychothérapie Analytique de Groupe)

L’amour de la différence
Neugier und Angst in der Begegnung mit den Andern

Samstag, 20. November 2010
Zunfthaus zur Saffran
Limmatquai 54, 8001 Zürich

Die Begegnung mit dem Andern und dem Fremden kann in der gruppen¬analytischen Gruppe als ein zentrales dynamisches Element des Prozesses verstanden werden. Neugier, Angst, hoffnungsvolles Suchen, Abwehr – ein breites Spektrum von Gefühlen und Reaktionen wird ausgelöst, welche letztlich zur tieferen Erfahrung der eigenen Person führen können.

Weiterlesen: Neugier und Angst in der Begegnung mit den Andern

Group Analytic Society Symposium 29. 8. - 2.9. 2011

Culture, Conflict and Creativity
Abstract panel London with 3 papers

The Group Analytic Practice Bellevue in central Zurich:Meeting point of intercultural issues.

Transcultural viewpoints of Group Analytic Therapy, Theory and Training.

Weiterlesen: Group Analytic Society Symposium 29. 8. - 2.9. 2011

Herbstvortrag zu gruppenanalytischen Themen

Vertrauen riskieren

Rolf Haubl, Frankfurt a.M.

Einzelvortrag 

Freitag, 27. September, 20.30 Uhr, Rämistrasse 5, 8001 Zürich, Eintritt 20.00

Institutionen benötigen das Vertrauen ihrer Mitarbeitenden, weil dieses dafür sorgt, dass sie sich vorbehaltlos begegnen und es keiner aufwändigen Prüfungen bedarf, bevor man kooperiert. Herrscht Misstrauen vor, müssen viele Ressourcen investiert werden, um auf Nummer sicher zu gehen. Das Vertrauen in die Institution setzt sich aus persönlichem Vertrauen, Rollenvertrauen und Systemvertrauen zusammen. Vertrauenskrisen gefährden die Erfüllung der primären Aufgabe. Feindselig-schädigender Neid gehört zu den organisationsrelevanten Emotionen, die Vertrauen zersetzen. Vorgesetzte und Mitarbeitende müssen deshalb auf eine Emotionsregulation achten, die dazu beiträgt, arbeitsfähig zu bleiben.

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